LiteraTour durch Neusäß

Waldhuette698Neusäß erlebte die erste Literatur-Tour, und diese LiteraTour wurde von den ca. 300 Zuhörern hochgelobt. Dass der eine oder andere Schwierigkeiten hatte, die Waldhütte in Hainhofen zu finden, ist bedauerlich. Aber die Organisatorin lernt immer gern dazu. Sollte wieder eine LiteraTour stattfinden, so wird sie dafür sorgen, dass alle Leseorte leicht zu finden sein werden.  

Momentaufnahmen zur LiteraTour:

Mit hochrotem Kopf kämpft sich eine Radlerin den langansteigenden Panoramaweg in Hainhofen empor zur Waldhütte, wo Getrud Bauer mit den beiden Kinder Lena Blümelhuber und Paul Glas im (un)heimelig beleuchteten „Hexenhaus“ alle halbe Stunde das Grimm‘sche Märchen „Hänsel und Gretel“ volesen. Sie kommt gerade recht zur 18-Uhr-Lesung. Eine Gruppe von Zuhören, die teilweise mit einem der beiden im Rundkurs fahrenden ACO-Neunsitzern hinaufgebracht wurde, wartet schon. Aufmerksam taucht das Publikum ins grausige Geschehen ein. Nachdem die Hexe im Ofen verbrannt ist, begibt sich die Gruppe zum nächsten individuellen Leseort – per Pedes, per Velo oder mit einem der ACO-Busse.

Lukas Jonathan Brügmann alias Goethes Zauberlehrling ist nicht zu sehen. Außer den schottischen Hochlandrindern, die großes Interesse an dem nachmittäglichen Spektakel haben, finden sich immer mehr Zuschauer am Wasserhaus beim Kneippbecken in Täfertingen ein. Die Spannung steigt. Die szenische Darbietung ist erstklassig, auch wenn  nach 15 Minuten alles vorbei ist. Das Publikum klatscht begeistert und sucht sich den Weg zum nächsten Ort. Der Schauspieler hat nun eine Viertelstunde Zeit, sich für den nächsten Auftritt vorzubereiten.

Brechts „Leben des Galilei“ wird im Eingangsbereich von Schloss Hammel vorgestellt. Die beiden Schauspieler Svenja Schulmeister und Werner Härle entführen ihr Publikum in die Welt der wissenschaftlichen Entdeckungen im Zwiespalt mit der damaligen Kirche.

In der Dienststelle des ACO geht es ganz gemütlich zu. In einem Ledersessel sitzt Barbara  Oswald und liest aus Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“ die Episode des vornehmen Knaben vor. Um sie herum lauschen, bequem sitzend, die Zuhörer. Herzhaftes Lachen unterbricht immer wieder die wunderbar gelesene Geschichte.

Kaum zu bändigen ist der Ansturm im Rathaus. Die ersten drei Lesungen bestreitet mit Bravour der Bürgermeister höchstpersönlich, danach wird die Geschichte des Buchbinders Wanninger von Wolfgang Hugo Ritter gelesen. An diesem Ort hat es das geneigte Publikum nicht leicht. Am eigenen Leibe erfährt es die Leiden des armen Buchbinders, der  bürokratische Hürden zu überwinden hat. Ins Dienstzimmer  des Bürgermeisters schafft es nur, wer einen in der richtigen Farbe abgestempelten Berechtigungsschein vorweisen kann. Dass dieser nicht einfach zu bekommen ist, dafür sorgen mit diebischem Vergnügen Susanne Holl, Carola Nagel und Marianne Petermann.

In der Alten Schule von Schlipsheim werden die Besucher von Pünktchen (Anne Fischer) und dem Erzähler Bernhard Vogt begrüßt. In Emil Kästners „Pünktchen und Anton“ geht es nicht um Streiche, sondern um Klassenunterschiede. Die Ratschläge, die zu hören sind, könnten Eltern, Lehrer und Schüler von heute auch noch beherzigen.

Feurig geht‘s zu in der Feuerwehrwache Neusäß. Paul Fischer und Mahir Turkmen bieten den Gästen eine glänzende Vorstellung. Die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten ist hervorzuheben. Passend zum Ambiente wird ein Ausschnitt aus „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch dargeboten.

Für die Zusammenstellung der Texte zeichnet die Leiterin der Schauspielgruppe Neusäß, Sigrid Ihlenfeld, verantwortlich. „Es war eine Mordsarbeit, die aber auch Spaß machte“ – so ihr Resümee.

Nicht vergessen darf man auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Dank gebührt den beiden Fahren Markus Eher und Tobias Gus vom ACO-Verein, den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Freiwilligen Zentrum und Mitarbeitern des FuN, der Freiwilligen Feuerwehr in Neusäß und Schlipsheim sowie nichtorganisierten freiwilligen Helfern.

Last but not least gebührt Dank allen, die uns die Leseorte zur Verfügung gestellt bzw. den Zutritt ermöglicht haben.

LiteraTour - Neusäß

Die "LiteraTour"  - am 29.09.2013 - ist ein Literaturprojekt im Rahmen des diesjährigen 25-jährigen Jubiläums der Stadterhebung von Neusäß.

In Zusammenarbeit mit der Schauspielgruppe Neusäß, Artefakt Kulturmanagemt, ACO, FuN und vielen weiteren Helfern soll die Literatur genutzt werden, um den städtischen Raum neu zu erkunden und zu erleben. Es wurden sieben Leseorte ausgesucht und zu einem Rundkurs verbunden. Dieser kann per Fahrrad, Pkw oder mit zwei bereitgestellten Neunsitzern des ACO-Vereins Neusäß im Halbstunden-Takt abgefahren werden. Der Rundkurs muss nicht zwingend eingehalten werden. Individuelle Routen sind möglich. An jedem Leseort spielt oder liest ein (oder mehrere) Schauspieler einen zum Leseort passenden Text. Jede Darbietung wird an jedem Ort halbstündlich wiederholt, so dass die Besucher während der vierstündigen Veranstaltung die Möglichkeit haben, einen Leseort nach dem anderen zu besuchen.

Festes Schuhwerk sowie die Mitnahme einer Taschenlampe werden empfohlen.

Eintritt frei, für Kinder geeignet.

Der Programmflyer kann hier herunter geladen werden: LiteraTour - Neusäß

Stammtisch mit Studenten der Sommerakademie Uni Augsburg

Feil101Liebe Freunde und Mitglieder der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Augsburg/Schwaben,
 
in dieser Woche hat wieder der Sommerkurs der Universität Augsburg begonnen - mit dabei sind 10 Studenten aus Tschechien und einer aus der Slowakei. Unsere Vorsitzende Sonja Hefele hatte gestern den ersten Kontakt zu den Studenten und so hat sie einen Extra-Stammtisch im August mit ihnen vereinbart. Wir treffen uns nun am Montag, 12. August, um 20 Uhr im "Berghof" (Bergstraße 12, 86199 Augsburg-Göggingen), ein großer Tisch ist reserviert!
 
Weitere Neuigkeiten:
 
Im kommenden Semester bietet die VHS Augsburg wieder zwei Tschechisch-Kurse an, darunter wieder einen Beginnerkurs. Lehrerin ist in beiden Kursen Kateřina Sokolová-Rauer, unsere Zweite Vorsitzende. Näheres unter http://www.vhs-augsburg.de/thema-kursprogramm/thema-sprachen .
 
Bei Fahrkartenbuchungen unter www.bahn.de werden bei online-Tickets jetzt auch tschechische Personalausweise als Identifikationsdokument im Zug anerkannt.
 
Sommerliche Grüße
Michael Feil

Stammtisch im Juli

Liebe Freunde und Mitglieder der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft,
 
nun steht der Termin unseres Stammtischs im Juli fest: Am Donnerstag, 25. Juli 2013, treffen wir uns ab 19.00 Uhr im "Lindauer Stüble".

Dort waren wir auch schon einige Male 2011/12; nun gibt es einen neuen Pächter dort, der für uns einen sommerlichen Grillabend vorbereitet.

Unsere 2. Vorsitzende Kateřina Sokolová-Rauer hat die Küche bereits getestet und sich um diesen Termin gekümmert. Das "Lindauer Stüble" befindet sich in einer Kleingartenanlage in der Unterbergstraße 23, 86199 Augsburg. Mit dem Auto gelangen Sie/Ihr über die Eichleitnerstraße oder über die Firnhaberstraße dorthin, es gibt genügend Parkplätze. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht es auch vom Hintermayerstift aus, dort befindet sich auch die nächste Bushaltestelle (ca. 5 Minuten Fußweg durch die Kleingartenanlage entlang der Bahnstrecke Augsburg-Buchloe).
 
Wer noch beim Stadtradeln in Augsburg unser bisher fünfköpfiges Team unterstützen will, hat dazu diese Woche noch Gelegenheit. Siehe auch meine Mail vom 2. Juli.

Außerdem haben mich noch zwei Buchempfehlungen erreicht:
 
Sommerliche Grüße
Michael Feil

Die 1. Buchempfehlung stammt von unsere Revisor Andi Weber, welcher aus dem Rundbrief des Zwieseler Kulturvereins "Über d'Grenz" entnommen ist:
 
"Anlässlich der unten zitierten Notiz aus dem heutigen Bayerwald-Boten möchte ich im Zusammenhang mit dem neuen Bildband "Šumavou ze svobody do opony" (Quer durch den Böhmerwald von der Freiheit zum Eisernen Vorhang) von Zdeněk Roučka, der sich auch mit Fotos an unserem "Schmuglerbuch" mitbeteiligt hat, auf mehrere Infos und Bilderansichten sowie ein Fernsehninterview mit ihm auf www.ceskatelevize.cz/ct24/regiony/231125-sumavou-ze-svobody-do-opony-kniha-o-tom-abychom-nezapominali/ hinweisen.
 
Herr Roučka ist auch Autor einer neuen Ausstellung in Železná Ruda, die gerade anfängt und bis September 2014 dauert: "Akce Neptun Černé jezero" (Aktion Neptun Schwarzer See), mit historischen Aufnahmen von dem größten Betrug in der Geschichte der tschechischen "Stasi", die sich unweit von Železná Ruda vor 50 Jahren abgespielt hat - siehe Plakate im Anhang.
 
Aus dem Bayerwald-Boten:
 
Železná Ruda/Markt Eisenstein. Der Pilsener Publizist Zdenek Roucka hat einen neuen Bildband mit bisher nahezu unbekannten Fotos aus dem Böhmerwald herausgegeben, das meldet Radio Prag auf seiner Internetseite. Das Buch enthält rund 300 Fotografien aus der Region Železná Ruda/Markt Eisenstein aus den Jahren von 1930 bis 1970. An der Zusammenstellung des Bildbands hat der Publizist drei Jahre lang gearbeitet.

Die Fotos spiegeln besonders die Atmosphäre im Böhmerwald während der Ersten Republik wider als auch jene, die dort während des Krieges herrschte. In jener Zeit war der Böhmerwald noch für alle zugänglich. Ebenso nicht fehlen im Buch auch Fotos von der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Krieg sowie aus der Zeit des Eisernen Vorhangs. Damals entstand im Böhmerwald eine Militärsperrzone, in der Kirchen und Kapellen in die Luft gesprengt und ganze Dörfer eingeebnet wurden.

Die Fotos im Bildband "Šumavou ze svobody do opony" (Quer durch den Böhmerwald von der Freiheit zum Eisernen Vorhang) stammen aus Privatsammlungen, Armee- und Polizeiarchiven sowie aus dem Sudetendeutschen Archiv in München."
 
Die 2. Empfehlung (für 2 Bücher) stammt von unsere Mitglied Dana Jungmann:
 
"Kleine Geschichte der böhmischen Länder", Manfred Alexander, Professor i.R. für osteuropäische Geschichte an der UNI zu Köln. Verlag Philips Roclam, Stuttgart, ISBN 978-3-15-010655-6
 
Die böhmischen Länder liegen im Herzen Europas und haben seit tausend Jahren Anteil an dessen Geschichte, sowohl am friedlichen Austausch von Menschen und Ideen wie an tiefgreifenden Konflikten. Tschechen, Deutsche und Juden haben die Geschichte der Länder gestaltet und an ihr gelitten, denn Zeiten des Glanzes wechselten mit solchen des Niedergangs und Verfolgung. In der Europäischen Union sind Tschechen und Deutschland Partner geworden für ein neues Miteinander sollte man einander besser kennen.
 
"Winter in Prag", Madeleine Albright , Erinnerungen an meine Kindheit im Krieg. Erste Auflage März 2013, Verlag Siedler, München